Rassebeschreibung
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Im
Westen Irlands, in der kargen Connemara, wird seit Jahrhunderten ein
besonders vielseitiges und widerstandsfähiges Pony gezüchtet.
Die Fähigkeit zu überleben, hat sich in unwegsamem Gelände bei geringem Futterangebot bis heute erhalten. Ursprünglich zur Arbeit auf dem Feld, als Karrenpferd und Lastenträger herangezogen, hat es im Laufe der züchterischen Veränderungen seinen Weg zum Sprungpony gefunden. Heute versteht man unter einem Connemara ein trittsicheres, intelligentes und sprungbegabtes großes Pony. |
Stockmaß
140-148 cm, bei typvollen Ponies
wird auch leichte Übergröße toleriert
Farbe
häufig Schimmel und Falben, selten braune, Rappen, Füchse und Palominos.
Blauäugige Isabellen (BECs = Blue Eyed Creams) sind unerwünscht.
Kopf
mittelgroßer
nicht zu feiner Ponykopf, breite Stirn, ruhiges Auge, kräftige Ganaschen,
mittelgroße Ohren
Gebäude
mittellanger
gut aufgesetzter Hals, gute Gebrauchsschulter mit ausreichendem Widerrist, tiefe
Gurtenlage, kräftiger nicht zu kurzer Rücken, der sich gut in die Hinterhand
einbindet, Krupp gut bemuskelt und leicht abgeschlagen mit tiefem Schweifansatz
Fundament
kräftig,
nicht zu hochbeinig, freier Ellbogen, flaches breites Vorderfußwurzelgelenk,
kurze trockene Röhrbeine mit 17-21 cm Umfang
Bewegung
frei,
ehrlich, mit gutem Takt und Raumgriff, ausgesprochen guter, runder Galopp,
flacher Trab und Galopp sind nicht erwünscht
Charakteristik
ruhig,
intelligent, trittsicher, mit der Fähigkeit in unwegsamem Gelände bei geringem
Futterangebot zu überleben
Einsatzbereich
Allround
- Pony mit besonderer Begabung für den Spring- und Vielseitigkeitssport,
gleichermaßen für Kinder und Erwachsene geeignet.
Zucht
ursprünglich nur in Westirland, heute
Nachzuchten in der ganzen Welt, besonders in England, Frankreich, USA,
Skandinavien und Deutschland
Geschichte
Die Rasse geht auf eiszeitliche und keltische Ponys und iberische Primitivpferde
zurück. Später wurde mit spanischen Genetten verkreuzt, die auf dem
Seehandelsweg nach Galway gelangten. Im Mittelalter waren die sogenannten "irischen
Hobbys" begehrte Reitpferde. Die Ponys lebten stets halbwild in der rauen
Berg- und Moorlandschaft des alten Königreiches Connaught (heute Grafschaft
Galway) und wurden als Last und Reittiere verwendet; eine geregelte Zucht gibt
es erst seit 1923. Um die Jahrhundertwende stellte die englische Verwaltung
ungeeignete Hackney-, Vollblut- und Welsh-Hengste in die Region auf. Mit der Gründung
eines Zuchtverbandes und des Stutbuches wurde die Zucht geordnet und qualitativ
gehoben. Um 1950 Einkreuzung der Vollblüter Winter und Little Heaven, des
Arabers Naseel und der Irish Draught-Hengste May Boy und Skibbereen, seither
wieder Reinzucht. Connemaras und deren Kreuzungen mit Vollblütern waren und
sind erfolgreiche Sportpferde. In jüngster Zeit wird die internationale Zucht
unter dem Vorsitz Irlands nach gemeinsamen Richtlinien durchgeführt.